Mittelmeer-Krankheiten

Generell können Hunde aus südlichen Ländern mit diversen Krankheiten infiziert sein. Hierzu zählen in erster Linie

Leishmaniose
Borreliose
Babesiose
Dirofilariose
Ehrlichiose

Die Übertragung dieser Krankheiten erfolgen durch Parasiten: Sandmückenstiche (Leishmaniose), Zecken (Babesiose, Borreliose & Ehrlichiose) sowie Würmer (Dirofilariose).

Wichtig: Die meisten Reiseerkrankungen haben eine lange Inkubationszeit, d.h. dass zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit viel Zeit vergehen kann. Gerade im Fall der Leishmaniose mehrere Jahre!

Unsere Hunde werden auf den Nachweis von Leishmaniose getestet und die Interessenten werden über den aktuellen Status informiert. Zu diesen Erkrankungen finden Sie auch viele Informationen im Internet, z.B. auch auf diesen Websiten: www.leishmaniose.de und www.parasitus.com. Auf jedem Fall stehen wir Ihnen auch nach Übernahme eines Hundes, der auf eine Krankheit positiv getestet wurde, jederzeit mit Rat und Tat zur Seite!

Informieren Sie auch Ihre/n Tierarzt/Tierärztin, wenn Sie mit Ihrem Tier im Ausland waren oder ein Tier aus dem Auslandstierschutz adoptiert haben.

•Lesen Sie auch: Überlegungen zu Mittelmeer-Krankheiten

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Weitere Informationen erhalten Sie im Internet, z.B. unter www.parasitus.com, Kontaktadressen: · Institut für Vergleichende Tropenmedizin und Parasitologie Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München Prof. Dr. med. vet. Kurt Pfister Leopoldstr. 5 80802 München Tel. (0 89) 21 80-36 22 Fax (0 89) 21 80-36 23 E-Mail: Sekretariat@tropa.vetmed.uni-muenchen.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , www.leishmaniose.de, und auf vielen anderen Internetseiten. Professor Dr. Hansjörg Eibl, am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen, arbeitet an der Entwicklung eines neuen Mittels zur Therapie von Leishmaniasis in Hunden.

 Überlegungen zu Mittelmeerkrankheiten

Ein streunender Hund besetzt in der Natur einen begrenzten Lebensraum, eine Nische, weil er sich dort ernähren kann – besonders eben dort, wo er von Touristen gefüttert wird. Wird dieser Hund aus diesem Lebensraum weggefangen, so wird dieser Lebensraum in Kürze wieder von ‘einem’ neuen Hund, ‘zwei’ neuen Katzen oder ‘zehn’ neuen Ratten besetzt – eben abhängig von den Nahrungsresource. Der Tourist benötigt also die Aufklärung, keine Hunde zu füttern.

Das Wegfangen und Töten eines Hundes aus einer Nische, die ihn ernährt, stellt eine gefährliche und unsinnige Massnahme dar. Unsinnig – denn, der ‘frei gewordene Lebensraum’ wird in Kürze wieder besetzt. Gefährlich – denn, wenn der Hund nicht mehr da ist, an wem sollen die Tausenden Zecken Blut saugen, die dort an den Wegesrändern lauern (Ehrlichiose, Hepatozoonose, Babesiose und Borreliose !).

Und an wem sollen die Mücken Blut saugen, die so zahlreich herumfliegen (Leishmaniose und Dirofilarien !). Der Tourismus hat genau in dieser Region dazubeigetragen, dass auch Schafe, Ziegen, sonstiges Vieh und Schweine als Schutzschild für den Menschen vor Erkrankungen verlorengingen.

Diese Aussagen tragen dazu bei, dass alleine die Überlegungen zu Mittelmeererkrankungen und deren Übertragungen keine Hinderung bei der Auswahl zu Ihrem spanischen Tier sein kann.

Viele nützliche Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: www.leishmaniose.de und www.parasitus.com.

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