Katzenkrankheiten

FIP (Feline infektiöse Peritonitis)

ist eine durch das Feline Coronavirus ausgelöste Infektionskrankheit.
Viele Katzen tragen diesen Coronavirus in sich, man geht von 70-80 % aus.
Ein Ausbruch der FIP liegt wohl bei 5 % bis 10 %.
Es gibt leider noch immer keine bewiesene Begründung dafür,
wann das harmlose Coronavirus zu der gefährlichen, tödlichen FIP mutiert.
Bekannt ist nur, dass
– man erkennen kann, dass Katzen bis 5 Jahren und Katzen ab 14 Jahren häufiger erkranken,
– vermutet wird, dass ein Ausbruch mit dem Immunstatus einer Katze zusammenhängt.
Viele Spekulationen, aber keine bewiesenen Studien.

Wenn der Coronavirus zu einer FIP mutiert, verläuft diese Krankheit tödlich.
Es gibt die trockene FIP wie auch die feuchte Form.
Leider wird die Diagnose FIP noch immer zu schnell gestellt, viele Tiere werden eingeschläfert.
Eine 100%ige Diagnose ist nur nach dem Tod feststellbar.
Daher sollte bei Verdacht immer gut überlegt werden, was getan wird.
Es kann auf Coronaviren getestet werden, aber der Nutzen ist fraglich.
Es sagt ja nichts darüber aus, ob das Tier an FIP erkrankt.
Auch die Impfung ist mittlerweile umstritten.
Hier empfehlen wir Ihnen, einen Tierarzt Ihres Vertrauens zu befragen.
Sie können uns auch gerne weitere Fragen beim Erstgespräch stellen.
(Zu genauen Informationen fragen Sie bitte immer einen Tierarzt.)
FelV, Katzenleukämie (umgangssprachlich Leukose)

Auch hier muss unterschieden werden, eine Katze kann mit dem FelV-Virus infiziert sein,
aber die Krankheit ist noch nicht ausgebrochen.
Diese Katzen können einige Jahre bis zum Ausbruch glücklich leben.
Leider ist das Virus sehr ansteckend. Das Virus kann sich durch Kontakt über Speichel und Blut
(zum Beispiel Abschlecken des Katzenkumpels) übertragen.
Wenn die Leukose ausbricht, stirbt das Tier. Leukose ist nicht auf Menschen übertragbar.
Es gibt eine Impfung, die Freigängerkatzen auf jeden Fall erhalten sollten.
Dazu, ob Wohnungskatzen geimpft werden sollen, gibt es sehr unterschiedliche Meinungen.
Wir empfehlen Ihnen, dies mit einem Tierarzt Ihres Vertrauens zu besprechen.
Wir empfehlen Ihnen, ein Tier aufzunehmen, dass auf FelV getestet wurde.
Diese Tests, meist Bluttest, sind zwar nicht 100%ig sicher,
aber die beste Methode zu erfahren, ob die Katze infiziert ist.
Bei Kitten ist die Aussagekraft der Tests nicht immer klar, viele Kitten werden positiv getestet,
sind es aber nicht. Falsch negative Ergebnisse sind wohl eher selten, gibt es aber.
Daher wird empfohlen, bei Kitten nach einer bestimmten Zeit nachzutesten.
Wir beraten Sie gerne.
Aber auch FelV-Katzen haben ein Recht auf ein glückliches Leben.
Daher freuen wir uns immer sehr, wenn es Menschen gibt, die eine FelV Katze adoptieren.
Wir vermitteln aber keine FelV-positiven Katzen zu FelV-negativen Katzen.
Unsere Katzen werden alle auf FelV getestet.
Schön wäre es, wenn vorhandene Katzen der Interessenten auch getestet wären.

FIV (Katzenaids)

FIV ist auch eine virale Erkrankung. Tiere, die auf FIV positiv getestet wurden,
können viele Jahre leben, bevor es zum Ausbruch der Krankheit kommt.
Einige sterben vorher aus anderen Gründen.
Wenn die Krankheit ausbricht, ist sie tödlich.
Anders als bei FelV ist FIV nicht hoch ansteckend.
Übertragungswege sind Blutkontakt (z. B. durch Kämpfe),
offene Wunden und Geschlechtsverkehr.
Ob man FIV-positive Katzen mit FIV-negativen Katzen zusammenhält,
kann hier nicht beantwortet werden.
Das Risiko sollte mit einem Tierarzt abgesprochen werden.
Gegen FIV kann nicht geimpft werden.

Unsere Katzen sind alle auf FIV getestet, Fragen hierzu beantworten wir gerne.
Wenn Sie eine FIV-Katze adoptieren, dann sollten sie sich beim Tierarzt erkundigen,
da eine FIV-Katze bei anderen Krankheiten oft anders behandelt werden muss als eine FIV-negative Katze.
Wir haben schon FIV-Katzen vermittelt und sie leben glücklich in ihren neuen Familien.
FIV kann nicht auf Menschen übertragen werden.

Katzenschnupfen

Katzenschnupfen ist eine komplexe Erkrankung. Häufig ausgelöst durch Herpesviren,
aber auch durch Caliciviren und Chlamydien (bakteriell). Dies sind die bekanntesten Erreger,
daher beziehen sich die Informationen auf die genannten Viren und Bakterien.
Zu anderen bekannten Erregern befragen Sie Ihren Tierarzt.
Hat sich eine Katze mit den Viren infiziert, dann trägt sie diese Viren weiter im Körper.
Häufig wird behauptet, die Katze hatte Katzenschnupfen, ist aber wieder ganz gesund.
Das ist nicht richtig.
Gesund ja, aber sie bleibt Virusträger, ähnlich wie der Herpesvirus bei Menschen.
Ob er noch einmal ausbricht, kann nicht gesagt werden.
Bei den meisten Katzen bricht er nicht mehr aus.
Aber es gibt Tiere, die z. B. durch Stress einen weiteren Ausbruch erleben.
Wie stark oder wie oft kann niemand im Vorfeld bestimmen.
Es kann, wenn es noch einmal oder mehrmals auftritt, von harmlos bis sehr stark variieren.
Es kann auch einen chronischen Verlauf geben.
Da im Tierschutz meistens Fundtiere vermittelt werden, kann man also keine klare Aussage darüber treffen,
ob das Tier den Virus in sich trägt oder nicht.
Es gibt zwar Testungen, aber diese werden sehr konträr diskutiert und kosten viel Geld.
Wenn uns bekannt ist, dass das Tier bei Aufnahme an Katzenschnupfen erkrankt war,
teilen wir Ihnen dieses Wissen mit.
Bei Anfragen empfehlen wir Ihnen, dieses Thema anzusprechen.
Gegen Katzenschnupfen kann geimpft werden, auch Wohnungskatzen sollten diesen Schutz erhalten.
Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie weitere Fragen haben.

Parasitäre Erkrankungen:

Würmer:
Es gibt eine Vielzahl von Würmern, die bei Tieren festgestellt werden können.
Bevor die Katzen in ihr neues Zuhause reisen,
werden sie entwurmt. Sie sollten eine weitere Entwurmung nach vier Wochen durchführen.
Sollte ein Verdacht auf Würmer bestehen, empfehlen wir eine Kotprobe beim Tierarzt einzureichen.

Giardien:
Giardien treten mittlerweile immer häufiger auf.
Symptome sind dauerhafter und sehr geruchsintensiver Durchfall.
Häufig treten Durchfälle aber auch durch Stress oder Futterumstellung statt.
Wir empfehlen, die neue Katze die ersten Tage zu separieren und zu beobachten,
ob Durchfall auftritt. Giardien können durch Kotproben festgestellt werden.

Flöhe und andere Parasiten:
Gegen Flöhe erhalten unsere Tiere vor Abreise ein Spot-on.

Kurzinfo:

Tiere, die in Gruppen zusammenleben (Tierheime, Pensionen, Züchter etc),
sind natürlich gefährdeter als Einzelkatzen.
Bisher sind unsere Katzen selten befallen gewesen,
aber wir können natürlich keine Garantie aussprechen.
Menschen, die ein Tier aufnehmen, sollten sich aber bewusst sein,
dass es Parasiten gibt. Auch Freigänger kommen oft mit Parasiten nach Hause.
Darüber sollte man im Vorfeld nachdenken.
In einem Haushalt mit Kindern sollte auf eine regelmäßige parasitäre Behandlung geachtet werden.

Sonstige Katzenkrankheiten:

Wir können leider nicht alle Krankheiten aufführen, hier sollen noch einige genannt werden, die uns wichtig erscheinen:

Katzenseuche (wird oft in Kombi mit Katzenschnupfen geimpft, Impfung sehr wichtig)

Gingivitis (leider sind immer mehr Katzen betroffen)

Forl (sehr schmerhafte Zahnkrankheit, bei entzündlichen Prozessen sollte abgeklärt werden, ob Forl vorliegt)

Toxoplasmose

Eosinophiles Granulom

Futterallergie

 

 

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